Smart City Solutions Stuttgart & InterGEO 2019


Von Hannes Spilker

Stuttgart war dieses Jahr stolzer Gastgeber der Smart City Solutions Messe – kurz SCS - welche als Teil der InterGEO viele Themen und reichlich Inspiration rund um die Städte und Lebenswelten von morgen zu bieten hatte. Unter die mehr als 10.000 Besucher mischte sich in diesem Jahr auch die FourManagement, um à jour mit den Trends der Stunde und allgemeinen Entwicklungen rund um das Thema Smart City zu bleiben.  

Zu den über 800 Ausstellern der SCS und InterGEO gehörten neben Hochschulen, Militär und öffentlichen Einrichtungen vor allem mittelständische Unternehmen und Start-ups, aber auch zahlreiche bekannte Branchengrößen wie EnBW oder STABAG.  

Ein Hauptschwerpunkt der SCS lag in diesem Jahr unmissverständlich auf dem Thema Drohnen und ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Wer dachte, dass Drohnen lediglich eine nette Spielerei für Hobbypiloten und Bastler oder noch reine Zukunftsmusik wären, wurde schnell eines Besseren belehrt. Ob zu Land, Wasser oder Luft, teils klein wie ein Tennisball, teils breit wie ein Segelflugzeug: der Siegeszug der unbemannten Gefährte scheint unaufhaltsam. Von solarbetriebenen Paketlieferdrohnen bis hin zu autonomen Überwachungs- und Vermessungssystemen gab es kaum etwas, wozu die Technik – zumindest theoretisch - nicht bereits in der Lage wäre.  

Vertreter zahlreicher angrenzender Geschäftsbereiche wie Ersatzteile, Versicherungen und Steuerungseinheiten, aber auch Wearables oder Project Management Software für Drohnen, waren ebenfalls vor Ort und beantworteten geduldig die Fragen der neugierigen Gäste. Nach einigen Gesprächen und einem interessanten Meinungsaustausch über die sichere Integration von Drohnen über Mobilfunk und aktuelle Studien zu der Thematik bestätigen den Eindruck, dass das Potenzial dieses stark wachsenden Marktes noch längst nicht erschöpft ist.  

Das europäische Weltraumprogramm Galileo stand vor Ort ebenfalls Rede und Antwort zu aktuellen und zukünftigen Projekten. Dabei wurde deutlich, dass Zugang zu einer immer breiter werdenden Palette von Echtzeitinformationen zu örtlichen Gegebenheiten in Städten, Katastrophen oder sonstigen Ereignissen auch für zivile Kunden längst gelebte Realität ist. 

Futter für die Einbindung in den Projektalltag der FourManagement lieferten „handfeste“ Anwendungsthemen wie beispielsweise Services zur schnelleren Leitungsfindung bei Netzbauarbeiten oder Apps die zur Überwachung von Aushubarbeiten und letztlich Digitalisierung des gesamten Bauprozesses bei Netzbetreibern konzipiert wurden.  

Wer einen Blick in die Zukunft wagen wollte, konnte sich aus nächster Nähe von portablen 3D-Projektstionstischen oder Fortschritten der Point Cloud Technology überzeugen. Diese bietet beispielsweise universelle Big Data Analytics-Lösungen für 3D-Punktwolken. Diese vermögen es, physische Vermögenswerte, Liegenschaften und urbane Umgebungen zu handhaben und durch die Erkenntnisse, die aus riesigen räumlichen Datenmengen gewonnen werden, in Echtzeit Entscheidungen ableitbar zu machen.  

Abenteuerlustige Zeitgenossen kamen ebenfalls auf Ihre Kosten und konnten einen virtuellen Flug über die Dächer einer komplett digitalisierten Stadt wagen. Das Mapping von Anlagen und sogar ganzer Städte in Rekordzeit mittels Drohnen und Laser macht es möglich, digitale Zwillinge großer Gebiete mit einem überschaubaren finanziellen und zeitlichen Aufwand zu erstellen.  

Auch wenn einige der neueren Technologien durchaus noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen haben, zeigte der Besuch doch eindrucksvoll, was heute schon möglich und morgen selbstverständlich sein wird. Das Thema Smart City jedenfalls wird auf absehbare Zeit weder an Aktualität noch Versatilität verlieren.